
Wachstum vor allem im Export
Die Deutsche Factoring Bank konnte ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2011 um insgesamt 28,8 Prozent auf 4,01 Milliarden Euro erhöhen. Auch die weitere Entwicklung schätzt die Geschäftsleitung des zur Sparkassen-Finanzgruppe gehörenden Instituts positiv ein.
"Das kräftige Wachstum entspringt vor allem unserem guten Neugeschäft des Jahres 2010 und im laufenden Jahr sowie der positiven Umsatzentwicklung vieler unserer Bestandskunden", erläutert Karl Joachim Lubitz, Sprecher der Geschäftsführung. Einen großen Teil ihres Geschäfts generiert die in Bremen beheimatete Deutsche Factornig Bank aus ihrer engen Zusammenarbeit mit den Sparkassen im gesamten Bundesgebiet. Vor allem mittelständische Kunden würden die Möglichkeit des Factorings nutzen. Das heißt, sie verkaufen ihre Forderungen an die Bank, die die Außenstände gegen eine Gebühr eintreibt. Dafür erhalten die Unternehmen schnell Liquidität.
Der Umsatzschwerpunkt der Deutschen Factoring Bank liegt mit einem Anteil von knapp 74 Prozent unverändert beim Inlandsgeschäft, das um 28,5 Prozent auf 3,02 Milliarden Euro zulegte. Deutlich überproportional stieg das Export-Factoring, mit 36,2 Prozent auf knapp 844 Millionen Euro. Das Import-Factoring entwickelte sich mit plus 10,8 Prozent auf 233 Millionen Euro dagegen langsamer.
Sowohl im Inlands- als auch im Auslandsgeschäft verspreche das zweite Halbjahr 2011 ebenfalls eine positive Entwicklung von Umsatz und Ertrag, sagt Lubitz.. Vielen mittelständischen Unternehmen mit starkem Auslandsgeschäft bietet der Export als Treiber des deutschen Aufschwungs neue Wachstumschancen. Nach überstandener Krise ist jedoch ihre Innenfinanzierung teils noch schwach. "Factoring bietet die Chance, zusätzliche Liquidität für den Aufschwung zu generieren, zumal in vielen Ländern noch immer deutlich längere Zahlungsziele gelten als in Deutschland", sagt Lubitz. Das gelte auch für Unternehmen, die in aufstrebenden neuen Märkten wie den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) ihre Chance suchten.