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auf einen Blick
Wachsendes Interesse an Factoring
Bremer Institut mit bestem Ergebnis der Firmengeschichte / Alternative Finanzierung für Mittelstand
- Von unserer Redakteurin Annemarie Struß-von Poellnitz -
Bremen. Die Factoring-Branche in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr überdurchschnittlich gut entwickelt. Von diesem Trend profitierte auch die Deutsche Factoring Bank Bremen. Der Jahresüberschuss betrug 13,4 Millionen Euro (plus 30,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr).
Jeder Unternehmer kennt das: Ein Vertrag ist unterschrieben, die Produktion läuft an, aber bezahlt wird natürlich erst bei Lieferung. Der Verkauf von Forderungen an eine Factoring-Bank wird auch von Mittelständlern zunehmend als Möglichkeit gesehen, ihre Liquidität zu sichern. Die Deutsche Factoring Bank mit Sitz in Bremen hat rund 250 Kunden aus über 50 verschiedenen Wirtschaftszweigen, darunter viele Export orientierte Unternehmen.
Factorisiert werden auch Forderungen im Ausland, die von der Deutschen Factoring Bank in Kooperation mit internationalen Partnern bearbeitet werden. Während das Inlandsgeschäft 2005 um acht Prozent auf 2,7 Milliarden Euro wuchs, konnte das Volumen des Export-Factoring um 31 Prozent auf 556 Millionen Euro gesteigert werden. Insgesamt stieg der Umsatz 2005 um elf Prozent auf rund 3,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,4 Milliarden Euro). Der Jahresüberschuss betrug 13,3 Millionen Euro (Vorjahr: 10,2 Millionen Euro).
"2005 war das beste Jahr in unserer Firmengeschichte", sagt Karl-Joachim Lubitz, Sprecher der Geschäftsführung der Deutschen Factoring Bank Bremen. Ursachen sieht er vor allem im guten Kreditmanagement sowie in der sinkenden Zahl von Firmen-Insolvenzen und den damit verbundenen geringeren Kosten für die Risikovorsorge. Für 2006 erwartet die Deutsche Factoring Bank Bremen ein weiter wachsendes Geschäft. "Wir gehen davon aus, das Factoring als alternatives Finanzierungsinstrument gerade vom Mittelstand zunehmend in Anspruch genommen wird", sagt Geschäftsführer Hendrik Harms. Die Erträge würden wegen der wachsenden Konkurrenz allerdings stärker unter Druck geraten.
Das Institut, das seit 1985 im ehemaligen Essighaus in der Langenstraße sitzt, war ursprünglich eine Ausgründung der NF-Bank, gehört jetzt aber zur Sparkassen-Finanzgruppe. Kommanditisten sind unter anderem die Sparkasse Bremen, die Bremer Landesbank, die Bayerische Landesbank und die Landesbank Berlin. Die Zahl der Beschäftigten blieb mit 103 konstant.