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Unternehmensnachfolge intelligent finanzieren

(02.09.2010 | Presse-Information)

Factoring sorgt als ergänzender Baustein für Liquidität

Der Generationswechsel in mittelständischen Unternehmen wirft viele Fragen auf. Eine wesentliche lautet: Wie kann der erwählte Nachfolger sowohl seinen Einstieg optimal finanzieren, als auch schnell den oft im Vorfeld der Übergabe entstandenen Investitionsrückstand im Unternehmen beheben? Für beides hat sich das Factoring als ergänzender Finanzierungsbaustein zum Bankkredit bewährt.

Nach jüngsten Schätzungen des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) und der KfW Bankengruppe stehen derzeit jährlich etwa 22.000 Unternehmen vor der Herausforderung eines Generationswechsels. Für viele Mittelständler ist es nicht leicht, den oder die geeignete Nachfolger/in für einen geordneten Übergang zu finden. Ist die Person schließlich gefunden, und will der Unternehmer sein Lebenswerk nicht verschenken, stellt sich die Frage der Finanzierung des Einstiegs: Nicht jeder viel versprechende Kandidat hat genügend Mittel auf der „hohen Kante“ oder kann die für die Gesellschafteranteile geforderte Summe vollständig über einen Bankkredit aufbringen. Hinzu kommt, dass nach Untersuchungen der Mittelstandsforscher während der Such- und Übergangsphase vielfach wichtige Investitionen unterbleiben („Investitionsstau“), die nach dem Übergang rasch aufgeholt werden müssen, um erfolgreich durchstarten zu können.

Unkompliziertes Verfahren

Um die notwendige Liquidität für den laufenden Geschäftsbetrieb zu beschaffen, empfehlen begleitende Banken und Sparkassen ihren Kunden immer häufiger das Factoring als innovatives Finanzierungsinstrument und wirkungsvolle Ergänzung zum Bankkredit. Denn häufig verfügt das Unternehmen zwar im Prinzip über die notwendige Liquidität, sie ist jedoch in Außenständen gebunden. Mit Factoring lassen sich bestehende Forderungen schnell zu Bargeld machen, um mehr finanziellen Spielraum zu gewinnen und die Finanzdisposition zu erleichtern. „Das Verfahren ist unkompliziert“, erläutert Dr. Karl-Joachim Lubitz, Sprecher der Geschäftsführung der Deutschen Factoring Bank. „Das Unternehmen veräußert kontinuierlich seine offenen Rechnungen an eine Factoring-Gesellschaft. Diese begleicht sofort einen Großteil des offenen Betrags (bis zu 90 Prozent), bevor der Schuldner gezahlt hat. Und sie kümmert sich bei Bedarf auch um die Abrechnung und Überwachung aller Zahlungseingänge.“ Ein weiterer willkommener Effekt ist der hundertprozentige Schutz vor Forderungsausfällen, während Warenkreditversicherer einen Selbstbehalt von immerhin 20 bis 30 Prozent fordern.

Die durch Factoring frei gewordenen Mittel kann der Nachfolgeunternehmer nach Abstimmung mit den finanzierenden Banken und dem Factor zur Finanzierung von Gesellschafteranteilen, die Beseitigung eines „Investitionsstaus“ und die Realisierung seiner Wachstumsstrategien nutzen. Auch für die kurzfristige bzw. laufende Betriebsmittel-Finanzierung ist Factoring ein wichtiger Baustein und kann dabei helfen, Verbindlichkeiten vor allem gegenüber Lieferanten abzubauen sowie konsequent Skonto- und Preisvorteile zu realisieren. Steigen die Forderungen durch Mehrumsatz, wächst die Factoring-Finanzierung automatisch mit. Durch den Forderungsverkauf erhöht sich zudem außerdem automatisch die Eigenkapitalquote – mit entsprechend positiven Auswirkungen auf das Banken- bzw. Sparkassenrating.

Günstiges Kosten-/Nutzenverhältnis

Bei alldem bietet Factoring ein günstiges Kosten-/Nutzenverhältnis. Vielfach lassen sich die Kosten schon alleine durch die mit der gewonnenen Liquidität erzielten Skonto-Erlöse überkompensieren. Für die Bevorschussung der Forderungen berechnet das Factoring-Institut vom Zeitpunkt des Ankaufs bis zum Zahlungseingang vom Zahlungsverpflichteten bankübliche Zinsen für Kontokorrentkredite. Daneben erhebt es für die Forderungsverwaltung und die volle Übernahme des Delkredere-Risikos eine Gebühr, die sich am Umsatz des Kunden orientiert.

„Factoring ist mit dem Leasing gut vergleichbar“, erläutert Dr. Lubitz. „Beiden Konzepten liegt die Erkenntnis zugrunde, dass bestimmte Werte einem Unternehmen nicht zwingend selbst gehören müssen – entscheidend ist, dass es sie ertragreich nutzt. Beim Leasing geht es vor allem um die Liquidität schonende Finanzierung von Maschinen und Anlagen, während das Factoring vorhandene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen praktisch sofort zu liquiden Mitteln werden lässt.“

Hintergrund

Die Nachfrage nach Factoring steigt stetig an. Als ergänzendes Finanzierungsinstrument wird es u.a.  zur Wachstumsfinanzierung, bei Akquisitionsanlässen (MBO, MBI), Restrukturierungen oder zur Optimierung des Working Capital eingesetzt. Die Deutsche Factoring Bank ist Mitglied der Sparkassen-Finanzgruppe und zählt mit einem Factoring-Umsatz von 5,34 Mrd. Euro (2009) zu den führenden Instituten der Branche. Im wachsenden Factoring-Markt verzeichnete die Bank Im ersten Halbjahr 2010 ein 31-prozentiges Umsatzplus. Neben der Zentrale in Bremen ist sie mit Büros in Bielefeld, Düsseldorf, Frankfurt/Main, München sowie in Stuttgart vertreten.

Kontakt für Rückfragen
Dr. Karl-Joachim Lubitz
Telefon: 0421-3293-190 | E-Mail: karl-joachim.lubitz@deutsche-factoring.de
Langenstraße 15-21, 28195 Bremen